Du suchst einen Ausbildungsplatz in Deutschland. Mit guter Planung, einer sauberen Bewerbung und dem Einsatz mehrerer Suchwege klappt das gut. Fang früh an, am besten 9 bis 12 Monate vor dem Ausbildungsstart (meist 1. August oder 1. September). Probiere Praktika aus, nutze die Berufsberatung der Agentur für Arbeit und schreibe lieber 15 bis 30 gute Bewerbungen als nur 3.
Als Nächstes: Berufswünsche klären
Für die Bewerbung brauchst du nur ein Schulzeugnis. Je nach Beruf gibt es Zusatzdinge: Gesundheitszeugnis bzw. Belehrung nach Infektionsschutzgesetz (Gastronomie, Lebensmittel), erweitertes Führungszeugnis (Arbeit mit Kindern, Pflege) oder Jugendarbeitsschutz-Untersuchung bei unter 18 Jahren. Diese bekommst du meist erst nach der Zusage.
Kann ich direkt loslegen? Mach heute den Check-U auf arbeitsagentur.de und buche einen Termin bei der Berufsberatung. Danach schreibe eine Liste mit 3 Wunschberufen.
Überlege, was du gern machst und kannst. Mach den Check-U der Agentur für Arbeit (kostenlos online) und lies Berufsbeschreibungen auf berufenet.arbeitsagentur.de. Ein Praktikum von 1 bis 2 Wochen zeigt dir schnell, ob der Beruf passt.
Nutze mehrere Wege: Jobbörse der Agentur für Arbeit, IHK- und Handwerkskammer-Lehrstellenbörsen, Portale wie azubiyo und ausbildung.de, Firmenwebseiten, Ausbildungsmessen, Schulkontakte, Familie und Bekannte. Viele Plätze entstehen über Praktika und direkte Anfragen.
Bestandteile: Anschreiben (max. 1 Seite), tabellarischer Lebenslauf, letzte 2 Zeugnisse, ggf. Praktikumsbescheinigungen. Alles in einer PDF unter 5 MB. Schreibe für jede Firma einen eigenen Text: warum dieser Beruf, warum diese Firma, was bringst du mit. Lass Rechtschreibung von Eltern, Lehrern oder Berufsberatern prüfen.
Sei pünktlich (10 Minuten vorher), informiere dich über die Firma und bereite Antworten vor: Stärken, Schwächen, Warum dieser Beruf, Hobbys. Stelle 2 bis 3 eigene Fragen, z. B. zu Ablauf und Übernahme. Danach höflich per E-Mail bedanken.
Absagen sind normal. Frage nach Gründen, verbessere Unterlagen und bewirb dich breiter, auch in verwandten Berufen. Alternativen: Einstiegsqualifizierung (EQ, bezahltes Praktikum 6-12 Monate), Berufsvorbereitung, Assistierte Ausbildung, schulische Ausbildung. Die Berufsberatung hilft kostenlos.
Azubis bekommen eine Vergütung, gesetzlicher Mindestlohn für Azubis liegt im 1. Lehrjahr bei über 700 € monatlich (steigt jährlich). Bei geringem Einkommen gibt es Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bei der Agentur für Arbeit. Unter 18: Jugendarbeitsschutzgesetz gilt (max. 40 Std./Woche, Urlaubsanspruch).
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